| Zone 1 (Deutschland) | 8,00 € |
| Zone 2 (EU) | 16,00 € |
| Zone 3 (Restl. Europa) | 27,00 € |
| Zone 4 (Weltregion 1) | 48,00 € |
| Zone 5 (Restl. Welt) | 50,00 € |
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Frankfurt und Leipzig, Johann Gottlob Pech, 1794.
Sehr frühe Darstellung des Mainzer Juristen Anton Hoffmann (1761 – 1826) zur Mainzer Revolution 1792/93, die kurz darauf zur Ausrufung der Mainzer Republik am 18. März 1793 führte. Die Republikgründung war Folge des Ersten Koalitionskrieges zwischen einer Allianz aus Preußen, Österreich und einigen deutschen Kleinstaaten auf der einen und dem revolutionären Frankreich auf der anderen Seite. Französische Revolutionstruppen eroberten die Stadt nach kurzer Belagerung im Oktober 1792; unter französischer Besatzung bildete sich der Mainzer Jakobinerklub und fanden am 24. Februar 1793 Wahlen zu einem Rheinisch-Deutschen Nationalkonvent statt, in den 126 Städte und Dörfer aus den Gebieten links des Rheins und südlich der Nahe zusammen 128 Abgeordnete entsandten. Der Konvent, das erste Parlament auf deutschem Boden, beschloß in seiner dritten Sitzung die Republikgründung, die mit einem Austritt aus dem Reich und der Angliederung an Frankreich verbunden war. Die Lebenszeit der ersten deutschen Republik, die auf das Mainzer Stadtgebiet beschränkt blieb, war aber kurz: Preußische Truppen belagerten die Stadt bereits im April des Jahres und zwangen diese nach dem Abzug der Franzosen am 23. Juli zur Kapitulation, die das Ende des Freistaates bedeutete. Die anschließende Restauration und Verfolgung der revolutionären „Klubisten“ endete allerdings bereits 1795, als die Franzosen erneut zum Rhein vorstießen und das gesamte linksrheinische Gebiet für 20 Jahre Frankreich angegliedert wurde. Hoffmanns Darstellung umfaßt den kurzen Zeitraum vom Ausbruch des Ersten Koalitionskrieges 1792 bis zur „Wiederherstellung der inneren Ruhe und Ordnung“ durch die Preußen nach deren Einmarsch in Mainz im Juli 1793 und steht noch unter dem unmittelbaren Eindruck der Ereignisse; der Darstellung angegliedert sind in beiden Bänden zusammen 100 Beilagen (Dokumente), in denen sich das Handeln der beteiligten Akteure widerspiegelt.
2 Bl., 1038 S. (Paginierung durchlaufend). Vollständiges Werk in zwei Bänden. Braune Halblederbände der Zeit mit goldgeprägten Rückentiteln auf schwarzen Rückenschildern, blindgeprägter floraler Ornamnetik sowie Lederecken; ferner mit dreiseitigem Rotschnitt; Vorsätze mit zeittypischen Buntpapierbezügen.
Buchrücken etwas nachgedunkelt sowie etwas berieben; auf dem Titelblatt des ersten Bandes Besitzvermerk mit Tinte etwas unschön ausgestrichen; Titelblatt des zweiten Bandes in der unteren Hälfte etwas gedunkelt. Sonst aber sehr gute Exemplare; Seiten sauber und nahezu fleckenfrei sowie ohne nennenswerte Bräunungen. Die Ausgabe ist sehr selten und im Antiquaritatsbuchhandel sonst nicht erhältlich.